Dienstag, 09 Mai 2023 12:44

Immer noch spannend: Der deutsche Pavillon auf der EXPO 2000

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Der Deutsche Pavillon der EXPO 2000 ist ein echter Dreh- und Angelpunkt für unseren Verein. Das bietet sich ja auch an, denn der Länderpavillon steckt selbst nach 22 Jahren noch immer voller spannender Fakten…

Besuchermagnet trotz Startschwierigkeiten

Auch wenn im Vorfeld bereits Probleme auftraten, mauserte sich der Pavillon zu einem Besuchermagnet — aber eins nach dem anderen. Den Beginn des Pavillons markierte ein Architekturwettbewerb. Die notwendigen Unterlagen waren ab dem 03. März 1997 direkt von einem Server der EXPO-Gesellschaft abrufbar gewesen. Das war damals ein Novum. Dennoch scheiterte der Wettbewerb, sodass der finale Entwurf des Deutschen Pavillons erst am 9. September 1998 der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.

Der Grund dafür war der ursprüngliche, zweimalige Wettbewerbssieger Florian Nagler, welcher kurz vor der Vorstellung entnervt aus dem Projekt ausgestiegen war. Der Entwurf stammte dabei vom Friedrichshafener Industriebau-Unternehmers Josef Wundt und fiel, wie wir heute wissen, durch seine konkaven Glasfronten und die großen Dachelemente auf.

Alles läuft - nach ersten Problemen

Nach diesen „Startproblemen“ klappte der Bau dann aber pünktlich und im Zeitplan. Über mehrere Wochen hinweg wurden ab dem 29. März 1999 die Elemente einzeln mithilfe von Schwerlastkränen in 15,5 Metern Höhe gehoben und befestigt. Oft wurde in der Presse dabei angemerkt, dass die Baustelle unübersichtlich wirke, was jedoch nur den Anschein hatte, denn: Was für Laien wie ein unüberschaubares Gewirr von Stahlträgern aussah, war in Wahrheit exakt geplant und unterliegt einer ausgefeilten Baustellenlogistik. Die war nämlich notwendig, weil rund um den Pavillon ebenfalls nur Baustellen waren und keine üblichen Lagerflächen zur Verfügung standen. Zwischen den knappen Lagerflächen „im Haus“ müssen alle notwendigen Fahrzeug- und Materialbewegungen reibungslos laufen.

Am Ende klappte der Bau des größten Pavillongebäudes auf der EXPO 2000, sodass die Gäste aus aller Welt die spannende und vielfältige Show bestaunen konnten. Auf rund 24.000 m², was in etwa der Größe von Halle 9/ dem „Planet of Visions“ entspricht, konnten Besucherströme von fast 60.000 Personen täglich durch das Gebäude geschleust werden.

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